Zielsetzung des MIR

Neuartige Eingabetechnologien halten Einzug in unterschiedliche Bereiche des Alltags und der Informationstechnologie. Eine natürlichsprachliche Kommunikation mittels Spracherkennungs- systemen setzt sich in vielen Alltagssituationen durch. Die Gestensteuerung ersetzt bei Spielekonsolen bereits heute den Controller. Ebenfalls ohne direkte Verbindung zum Computer erfolgt die Steuerung über die Verfolgung der Augenbewegungen (Eye-Tracking). Und damit ist das Ende der Entwicklung noch lange nicht erreicht. Erste einfache Geräte zur Gedankensteuerung sind bereits erhältlich und die Forschung auf diesem Gebiet schreitet mit großen Schritten voran.

Als Entwickler möchte man natürlich möglichst viele dieser neuen Eingabegeräte nutzen und in seinen Anwendungen unterstützen. Leider steht man dabei schnell vor einem großen Problem:

Die Einarbeitung in diese neuen Technologien erfordert einen hohen Zeitaufwand und treibt die Entwicklungskosten schnell in die Höhe. Neueste Entwicklungen zeigen jedoch, dass gerade Eingabemöglichkeiten, die bei der Interaktion mit dem Computer das natürliche Verhalten des Menschen ermöglichen, die zukünftige Interaktion mit dem Computer prägen werden.

Der Multimodale Interaktionsraum wird eine einheitliche Software-Schnittstelle zu diesen Eingabegeräten bieten. Die Anwendung selbst muss ausschließlich mit dem Multimodalen Interaktionsraum kommunizieren, dieser kümmert sich um die Anbindung der einzelnen Geräte. Der Aufwand, der zur Anbindung von neuen Eingabegeräten nötig ist, wird drastisch reduziert.

Der MIR wird automatisch einen Bezug zwischen verschiedenen, im situativen Kontext erfolgenden Eingaben herstellen können. Dadurch kann der Computer in Lern- und Edutainment-Anwendungen eine aktive Rolle übernehmen und wird als Moderator in Mehrbenutzer-Anwendungen fungieren, wodurch neue didaktische Ansätze in den Anwendungen ermöglicht werden.

Ziel des Multimodalen Interaktionsraumes wird es sein, eine breite Anzahl von Eingabegeräten zu unterstützen und diese Unterstützung kontinuierlich auszubauen.
Als Softwareanbieter hat man somit die Möglichkeit, modernste Anwendungen ohne gerätespezifisches Know-How entwickeln zu können.